indeß' verließen Apollonia und Hohl das Zimmer und wandten ſich gegen den Ausgang der Graf'ſchen Wohnung.
An der Gangthüre ſagte Apollonia dem Redac⸗ teur: Adieu.
Während dieſer mit einer Hand den Druck von Apollonia's Hand erwiderte, zog er mit der anderen Hand die Thüre an ſich, ſo daß man von der Graf⸗
ſchen Wohnung aus die Beiden nicht beobachten konnte. Apollonia fand dieſe Vorſicht Hohl's ganz in Ord⸗ nung, nachdem ſie deſſen Verſicherung vernahm: „Seien Sie ganz ohne Sorge, Fräulein Apollonia, über das Befinden Emil's, das wird ſich in Bälde wieder machen, namentlich nachdem er ſich in ſo vor⸗ trefflicher Pflege befindet.“ „Ich wünſche es ihm recht von Herzen,“ verſicherte Apollonia.. „Und Ihnen ſelbſt wünſchen Sie es nicht?“ „Auch,“ lispelte verſchämt das achtundzwanzigjährige Kind. „Und wenn Sie Hochzeit machen, liebes Fräulein, dann laſſen Sie mich's wiſſen, nicht wahr?“ „Werden Sie dazu kommen?“— „Ich? Wo denken Sie hin?“ „Ei, Sie ſind nicht artig, mein Herr.“ „Und Sie ſind grauſam, Apollonia.— Sie wollen* mich einladen Zeuge davon zu ſein, daß ein Anderer des Glücks theilhaftig wird, nach dem ich ſo lange
ſchon vergeblich geſchmachtet habe.“


