„Wie?“ unterbrach Fräulein Apollonia den Redac⸗ teur,„das hätte ich geſagt?“ „Ich möchte wetten, daß dies ganz genau Ihre
Worte ſind, jedenfalls aber iſt es der getreue Wieder⸗
ausdruck des Inhalts. Sollten Sie darauf ſchon ganz vergeſſen haben?“.
Fräulein Apollonia hatte allerdings die Abſicht, dies glauben machen zu wollen, ſie konnte aber ihr Spiel nicht weiter verfolgen, da eben jetzt Frau
Graf— befürchtend, die lange Anweſenheit Hohl's im Krankenzimmer lönnte nachtheilig für Emil wer⸗ den— über den Corridor kam und ſich dem Gaſtſtüb⸗
chen näherte; ſie begnügte ſich alſo Herrn Cäſar Hohl ein von dieſem nur aus der begleitenden Pantomime verſtändliches„Still!“ zuzuraunen und ihm gleichzeitig das herbeigeholte Papier ſammt Bleiſtift in die Hand zu ſchieben.
Als Mutter Graf in's Zimmer trat, ſprach eben Hohl:„Alſo ich ſoll aus Ihrer Wohnung Leibwäſche
holen laſſen und Ihnen ſenden. Wo wohnen Sie?“
Auf dieſe Art notirte ſich Hohl noch einige Auf⸗ träge zur Beſorgung in der Hauptſtadt. Dann empfahl er ſich und verließ mit einem Händedruck den Kranken.
Um den Redacteur allein wegbegleiten zu können, ſprach Apollonia zu der Mutter:
„Mutter, Herr Mohl hat ſchon lange keinen fri⸗ ſchen kalten Umſchlag mehr bekommen.“
Die Mutter, wie immer der Tochter gehorſam, wand den Leinwandlappen, an dem die Reihe des Aufgelegtwerdens war, aus, um ihn Emil zu reichen;


