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„Weil es Ihrem gewaltigen Einfluß,“ ſprach Emil, „der ja bis in alle Kreiſe reicht, nicht ſchwer werden kann mir bei Gründung unſeres Hausſtandes durch Protektion nützlich zu werden.“
„Ah ſo!“ machte Hohl erleichtert,„ja, ja, mein Lieber, ich werde Ihnen gewiß ſo viel wie möglich be⸗ hilflich ſein.“
„Meine Dankbarkeit,“ wollte Emil peroriren, aber Hohl wehrte ihm ab.
„Sie ſind krank und dürfen ſich nicht durch ſo auf⸗ regende Geſpräche ſchaden, lieber Freund. Wenn von Dankbarkeit geſprochen werden ſoll, ſo würde ich das lieber aus dem ſchönen Munde Ihrer Braut hören—“
Apollonia war wie verſteinert; was hatten die beiden Männer während ihrer Abweſenheit geſprochen?
„Herr Hohl, ich verſtehe Ihre ſonderbaren Scherze durchaus nicht,“ betheuerte ſie in energiſchem Tone.
„Mein ſchönes Fräulein,“ antwortete lächelnd Hohl, der um Alles, was geſprochen wurde, hören zu können, ſeine Hand hinter die Ohrmuſchel legte,„wenn Sie Ihre Herzensangelegenheiten als Geheimniß betrachtet wiſſen wollten, ſo hätten Sie ſie nicht geſtern auf dem Turnplatz vor aller Welt ausplaudern ſollen.“
„Ich? Wie ſo?“
„Nun, wenn eine junge Dame auf einen jungen Mann, dem ein Unfall begegnet iſt, zuſtürzt und ihm zuruft: Mein Emil— nein, Du darfſt nicht ſterben; — ſo hat die Umgebung weiter nichts nöthig, als ihre hausbackenen fünf Sinne—“


