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der ihm den Brief vorleſen ſollte, dem er aber, damit er den Inhalt nicht höre und ausplaudern könne, während des Leſens die Ohren zuhielt, war das Schick⸗
ſal Herzens beſiegelt,— er war zur Zielſcheibe des Lindenheimer Witzes geworden.
Aegidius hatte das ewige neugierige Herandrängen an ſich ſchließlich doch ſatt bekommen und als nun gar auch noch der Lindenheimer Pierrot ſich einſtellte, war er des fortwährenden Ausweichens in ſeinen Antwor⸗ ten müde und er beſchloß, ſich mit Herz und durch dieſen mit den neugierigen Lindenheimern einen Scherz zu machen.
Er erwiderte darum des Hutmachers Gruß ganz beſonders freundſchaftlich und es entſpann ſich gleich ein von Seite Herzens ſehr diplomatiſch geführtes Geſpräch.
„Nun, wie hat's in der Fremde gegangen?“
„Auf und ab, Herr Herz, Sie wiſſen ja, wie's geht.“
„Ei freilich, bin ja auch in der Fremde geweſen,— freilich. Es iſt zwar ſchon eine Weile her, aber das iſt gleich, die Welt wird nicht beſſer geworden ſein.“
„Beſſer? Im Gegentheil, ſchlechter, viel ſchlechter, Herr Herz.“
„Was Sie ſagen? Ja, erzählen Sie doch, Herr Keller.“
„Du lieber Gott, was iſt da zu erzählen? Ich wüßte gar nicht wo anfangen und wo aufhören. Es iſt eben doch nirgends ſo gut als in der Heimath.“
„Ja, ja, Sie haben Recht,“ betheuerte der Hutmacher. „Sie ſind wohl auch gerne wieder heimgegangen?“


