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„Wann darf ich wiederkommen?“ fragte er an der Thüre.
„Wann Du willſt,“ antwortete der Benefiziat,„nur nicht nach dem Mittageſſen, da will ich mein Schläf⸗ chen halten.“
„Wie immer,“ lachte Aegidius.
„Ich würde Dich gerne zum Mittageſſen einladen,“
ſprach, jetzt ebenfalls unter der Thüre ſtehend, der
Alte,„aber Du biſt wohl ein Bischen verwöhnt und Gertrud würde einen fürchterlichen Lärm aufſchlagen, wenn ich Dich ſo ohne alles Weitere da behielte.“
„Aha, Gertrude,“ ſcherzte Aegidius,„ich muß mich ihr jetzt doch zu erkennen geben.“
„Na, auf einen großen Freudenſprung brauchſt Du Dich juſt nicht gefaßt zu machen, ſie iſt nicht anders geworden, als ſie von jeher war.“
Aegidius trat aus der Thüre, auf dem Vorplatz handthierte Gertrud noch immer umher.
„Na, grüß Gott, Gertrud,“ ſprach er,„kennſt Du mich denn gar nicht mehr?“
Die Alte ſchaute auf.
„Nein,“ ſagte ſie barſch.
„Was? Du kennſt den Aegidius nimmer?“ fragte er.
Gertrude guckte nochmal und ſchärfer nach dem jungen fein gekleideten Mann.
„Hm— wahrhaftig,“ machte ſie,„wo kommſt denn Du— wo kommen denn Sie her? Sie hätten ſchon lange etwas von ſich hören laſſen können.“
„Findeſt Du? Ja Du kannſt Recht haben, aber nun bin ich ſelber da, das iſt beſſer als ein Brief, was?“


