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„Meinen Sie? Wie man's nimmt. Geſchadet hätt's jedenfalls nichts, wenn man's vorher gewußt hätte, daß Sie kämen. Nun haben wir gerade heute hergerichtet zur Wäſche morgen.“. 8
„Das ſchadet doch nichts, eine Hand kannſt Du mir darum doch geben.“
„Sie iſt nicht trocken, ich habe eben gearbeitet;—
ein andermal,— s thut's auch ſo.“ Damit wendete ſich die Alte gegen die Küche, in der ſie verſchwand.— Es wäre indeß ganz irrig ge⸗
weſen zu glauben, daß Gertrud habe unfreundlich gegen Aegidius ſein wollen oder auch nur geglaubt habe, ſie ſei es geweſen,— bewahre!
„So eine alte Perſon iſt doch zu gar nichts mehr zu brauchen auf der Welt,“ maulte ſie in der Küche vor ſich hin,„was muß nur der Aegidius von mir denken? Begegnet mir zuerſt im Hauſe und ich kenne den Buben nicht mehr. Pfui! Kommt an und grüßt mich freundlich, iſt gar nicht hochmüthig geworden, und ich kann ihm nicht einmal die Hand geben, ſo naß und ſchmutzig bin ich. Es iſt wahrhaftig eine Sünd' und eine Schand', wenn ein Weibsſtück ſo alt wird wie ich,— todtſchlagen ſollte man's.“
Und in dieſer Weiſe ſchalt ſie noch lange in ſich hinein. Es war das ihre Art, wie ſie ihre Freude darüber zu erkennen gab, daß„der Bub endlich wieder heimgekommen“ war.


