Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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nach, wenn ich einmal einberufen werde nach da oben Na, Sie werden doch nicht gar verlangen, daß Sie Ihr Geld noch mitnehmen können? ſcherzte Aegidius. Gelbſchnabel, das wenn ich könnte! rief der Benefiziat heiter. Wenn er guter Dinge war hatte er von jeher die Gewohnheit gehabt, an Aegidius die

ſeltſamſten Ehrentitel zu verſchwenden.Dann nähme

ich Alles, Kapital und Zinſen, auf den Arm und mein Erſtes da oben wäre, daß ich den alten Keller auf⸗ ſuchte, ihm den ganzen Kram vor die Füße würfe und ihm ſagte: Da iſt Dein Bettel wieder, ich habe mich lange genug mit ihm herumgeärgert.

Aegidius lachte hell auf; daß er ſeinen Exlehrer und Erzieher in ſo munterer Stimmung finden würde, hatte er nicht gehofft. Entlaufene Zöglinge pflegt man ſonſt wohl anders zu empfangen.

Indeſſen die Sache hat auch ihre ernſte Seite, ſprach nach einer Weile der Benefiziat wieder in ge⸗ wohntem Tone,mag Dein Vater auch Gründe gehabt haben, welcher Art ſie ſeien, beſtimmend auf Deine Standeswahl einwirken zu wollen, ſo war es jeden⸗ falls nicht gerechtfertigt, ja, wenn er nicht ſchon todt wäre, ſo würde ich ſogar ſagen nicht chriſtlich, aus Groll über die Nichterfüllung ſeines Wunſches ſeinem rechtmäßigen Erben, ſeinem einzigen Kinde, das zu⸗ kommende Vermögen zu kürzen und durch teſtamen⸗ tariſche Klauſel obendrein zu verhindern, daß es Dir dennoch wieder zufalle; wenigſtens hat Dein Vater

beſtimmt, daß ich zu Deinen Gunſten nicht teſtiren