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ein Heimathsgefühl in der Bruſt, vielleicht ein um ſo tieferes, weil es ſo oft unfruchtbar iſt. Und verfolgen Sie die glänzendſten Künſtlerlaufbahnen, ſo werden Sie faſt immer finden, daß ſie ihr freiwilliges Ende bei den Penaten fanden. Glauben Sie mir,— der Künſtler iſt auch ein— Menſch.“
„Ich will's Dir wünſchen,“ ſprach trocken der Be⸗ nefiziat.
„Wäre ich ſonſt hier?“
„Du mußteſt kommen um Deiner Volſjährigkeit willen.“
„Meinen Sie? Sie könnten ſich täuſchen. Ich habe nicht nöthig mein väterliches Erbe zu erheben, meine Fiedel hat mir reichlich Brod verſchafft. Ich kam hie⸗ her— weil ich—— Heimweh hatte.“
Der alte Geiſtliche wandte ſich ab; er wollte dem jungen Mann nicht merken laſſen, daß deſſen einfalt⸗ volles Geſtändniß ihn rühre.
Nach einer kurzen Pauſe fuhr der Alte ruhig fort:
„Du ſprachſt eben ſelber von der Empfangnahme Deines Erbes. Ich habe mit der Vormundſchafts⸗ behörde bereits abgerechnet. Kapital und Zinſen bis zum Tage Deiner Volljährigkeit betragen—“
„O laſſen Sie doch Rechnungen Rechnungen ſein,“ bat der junge Mann,„was ich hierwegen zu erfahren habe, wird mir noch rechtzeitig genug mitgetheilt werden.“
„Du kannſt mit dem Reſultat zufrieden ſein,“ ver⸗ ſicherte der Benefiziat,„durch die jahrelange Admaſſi⸗ rung der Zinſen hat ſich Dein Vermögen weſentlich erhöht.“


