auf deſſen Wirbel ein kleines Sammtkäppchen— das ſogenannte Pfaffenſchläppchen— ſaß, unter dem ſich einige weiße Haare, die man beim beſten Willen von der Welt nicht als Locken bezeichnen konnte, hervor⸗ ſtahlen.
Stammelnd wie ein Gymnaſiaſt, der zum Erſten⸗ male allein einen Beſuch macht, grüßte Aegidius den ehemaligen Lehrer.
„Guten Morgen, Herr Beneftziat.“
Aber wie groß war des jungen Mannes Erſtaunen, als der Angeredete, ſich nach ihm umwendend, ſo gleich⸗ müthig, wie wenn er ihn geſtern erſt geſprochen hätte, erwiderte:
„Grüß Dich Gott, Aegidius.“
„Wie?“ rief dieſer,„Sie haben mich erkannt? Sie wären der Einzige in ganz Lindenheim, der—“
Der Benefiziat unterbrach ihn:
„Wenn Du unerkannt bleiben wollteſt, ſo hätteſt Du vorgeſtern Nacht nicht eine Stunde lang auf Dei⸗ nem Zimmer bei offenen Fenſtern ein Concert geben ſollen.“
Auch das wußte der Benefiziat? Aegidius verlor immer mehr an Sicherheit.
„Ich habe aber doch“, verſicherte er,„erſt vor einer halben Stunde meinen Namen zum Erſtenmale hier genannt.“
„Ich ſage Dir ja aber“, wiederholte der Benefiziat, „daß Du ihn vorgeſtern eine Stunde lang in die Nacht hinausgegeigt haſt. Es ſoll ſehr ſchön geweſen ſein?“
Sprechen zu nöthigen,— ſo war der Kopf Kölblich's,


