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bekamen ihren Patriotismus in hochziffrige Steuer⸗ zettel eingewickelt und ſo entdeckte Herrn Kölblich's Hauswirth eines Tages, daß die bisherige Miethe des Herrn Benefiziaten nicht einmal mehr ganz zu Zahlung der neuerrungenen Hausſteuer zureiche. Und damals faßte er ſich auch ein Herz und ſuchte— gleichſam als Schild für ſeine, wie er meinte haarſträubende Ueberforderung den Steuerzettel vorhaltend— ſeinen Miethsmann auf, um ihn— das entſetzliche Wort wollte gar nicht über ſeine Lippen— zu„ſteigern.“ Er ſchwor nach jener Unterredung, daß der Benefiziat Kölblich ein verkappter Engel ſein müſſe, denn er habe ihm auf ſeine Forderung geantwortet:„Nur um zehn Gulden lieber Meiſter? Da fahrt Ihr ſchlecht genug. Nun Ihr habt ja wohl ſo wie ſo nie einen entſpre⸗ chenden Miethpreis bekommen und ich bin von jeher Euer Schuldner deswegen geblieben. Das wird ſich Alles einmal mit Einem finden.“ Nach dieſen Wor⸗ ten, verſicherte der Hausherr von ſich ſelber, ſei er ſich erſt recht wie ein armer Sünder vorgekommen und wenn er den gemachten Gang wieder hätte ungeſchehen machen können, ſo hätte er wahrhaftig lieber aus ſeiner eigenen Taſche noch zehn Gulden zugelegt.
Die vergangenen Jahre waren ziemlich ſpurlos an den Aeußerlichkeiten des Kölblich'ſchen Haushalts vor⸗ übergegangen, inſoweit Aegidius dies bei ſeinem Ein⸗ tritt beobachten konnte. Die Treppenſtufen waren viel⸗ leicht noch ein wenig mehr ausgetreten wie früher, der Hausgang vielleicht noch etwas dunkler, die Fenſter noch etwas blinder, im Großen und Ganzen aber war
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