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daß der alte Herr nach geleſener Vrilſmne iſſe unfehlbar zu Hauſe und zu ſprechen ſei und beſchloß darum ſeinen bereits verzögerten Beſuch heute gleich am Morgen abzuſtatten.
Herr Benefiziat Kölblich bewohnte in der Nähe der ehemaligen Jeſuitenkirche, in der er zumeiſt ſeinen Gottesdienſt abhielt, eine kleine Wohnung, in der ſchon ſein Vorfahrer gehauſt hatte, ſo daß man, obwohl es einem hrſamen Bürger Lindenheim's als Eigenthum gehörte, dieſes Haus ſchon längſt nicht mehr anders als das„Bemeſiziaten nhaus“ bezeichnete. Haus und Wohnung Kölblich's waren durch und durch conſerva⸗ tiv, ja dieſe Eigenſchaft ging ſogar ſo weit, daß ſelbſt die Neuerung des„Steigerns“ hier noch nicht Platz gegriffen hatte. Freilich einmal hatte der Hauseigen⸗ thümer doch eine Ausnahme gemacht und Herrn Kölb⸗ lich's Miethzins un zehn Gulden jährlich hinauf⸗ geſetzt. Es war ihn— den Hausherrn— freilich hart genug angekommen, ein ſolches Verlangen an ſeinen Miether zu ſtellen, denn— ſo calculirte dieſer conſervative Hausherr— die Wohnung wurde ja in⸗ zwiſchen auch nicht größer, warum ſoll's denn dann der Miethzins werden? Aber die Steigerung hatte ſchließlich doch ſtattfinden müſſen. Nach einem glor⸗ reichen ſieggekrönten Kriege, bei dem ſich die Nation eines„Erbfeindes“ entledigt hatte und alle denk⸗ und undenkbaren Errungenſchaften erſtritten, deren Rieſen⸗ höhe alle Tage auszupoſaunen die Patrioten nicht müde wurden, konnte die Regierung nicht genug Steuer⸗ erhöhungen erfinden. Die Haus⸗ und Grundkbeſitzer
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