Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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denn, deſſen Heimath der gefüllte Concertſaal mit ſeinem geputzten Inhalt geworden iſt, fällt es nicht ein, ſeine Erholung und Erfriſchung anderwärts wie in der Natur und bei der Natürlichkeit zu ſuchen.

Und die Scham und Entrüſtung des Mädchens bei dem ungehobelten Benehmen des ekelhaften Geſellen waren ächt geweſen, das hatte Aegidius wohl bemerkt; wären ſie unächt geweſen, ſo würden ſie ſich weniger äußerlich ruhig gezeigt haben. Die nachfolgenden Thränen bewieſen mehr, daß das arme Mädchen ſich ſelbſt anklagte, ſich in eine Verlegenheit gebracht zu

haben, an deren möglichen Eintritt es gar nicht ge⸗

dacht, als es ſich in verzeihlicher mädchenhafter Neugierde auf den Feſtplatz gewagt.

Wer mag ſie nur eigentlich ſein? überlegte Aeagidius bei ſich. Nachfragen nach ihr anzuſtellen ſchämte er ſich, ſo mußte er denn auf den Gott Zu⸗ fall bauen, der ja in einem kleinén Städtchen leichteres Spiel hat, wie anderwärts.

Er läutete an der widerwillig Folge leiſtenden Klingelſchnur, welche eine durch das ganze Haus ſchal⸗ lende Glocke in Bewegung ſetzte und verlangte von der eine Weile hernach erſcheinenden Grete ſein Früh⸗ ſtück, aus einem zweifelhaften Gebräu, dick und ſchwarz, beſtehend, dem man den duldſamen Namen Kaffee auf⸗ nöthigte. Diesmal brachte Grete aber mit dem Früh⸗ ſtück auch das Fremdenbuch, hatte aber nicht den Muth ihr Verlangen um Eintragung auszuſprechen. Faſt ängſtlich blickte ſie den Gaſt an, als ſie das verhäng⸗ nißvolle Buch vor ihn auf den Tiſch legte.

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