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donnerten, ſo oft als eine Aufforderung dazu erfolgte, unbekümmert darum, daß es ihnen dabei paſſirte, mit⸗ unter auf ſich ſelbſt zu„Gut Heilen.“
Zuverläſſig hat der Leſer ſchon einmal ein Ballet geſehen. Gewiß iſt es ihm dabei komiſch genug vor⸗ gekommen, daß wenn dort irgend eine Freudenfeier dargeſtellt wird, die Glücklichen nichts Eiligeres zu thun haben, als halsbrecheriſche Sprünge aufzuführen und zu Ehren ihres Wiederſehens nach jahrelanger Trennung, oder aus Jubel ihres glücklichen Verlöb⸗ niſſes u. ſ. w. ſich bis zur Uebermüdung und Athem⸗ loſigkeit im Schweiße ihres Angeſichts abzuarbeiten. Ganz denſelben Eindruck machte hier bei der Linden⸗ heimer Fahnenfeier der Schluß des Uebergabeaktes. Die beglückten Turner nämlich hatten nun nichts Ei⸗ ligeres und Wichtigeres zu thun, als ihr Entzücken an den Turngerüſten auszulaſſen und an Barren, Reck und Kletter eſtange durch die unmöglichſten Stellungen iszudrücken, wie ſchrecklich vergnügt ſie ſeien.
Der Umſtand, daß die Turnvereine der verſchie⸗ denſten Städte anweſend waren, forderte natürlich den Ehrgeiz jedes Einzelnen heraus und ſobald irgend Einer eine recht wagehalſige Figur gemacht hatte, kam gewiß ſofort ein Anderer, der ſeinen Vorgänger noch zu über⸗ bieten ſuchte und wohl auch überbot. Da nun der Provinzbewohner im Allgemeinen geneigt iſt an Alles, was aus der Hauptſtadt kommt, einen eigenen Maß⸗ ſtab anzulegen, ſo durften die in Lindenheim anweſen⸗ den hauptſtädtiſchen Turner darauf gefaßt ſein, einer ganz ſpeziellen Beobachtung und ſtrengen Beurtheilung unterzogen zu werden.


