Weihe des Augenblicks, mitfortgeriſſen von Apollonia's Begeiſterung, Niemand es bemerkt, daß bereits die erſten Tropfen zu fallen begannen.
Es verſtand ſich von ſelbſt, daß der Lindenheimer Turnverein ſich nicht nur ſo mir nichts dir nichts eine Fahne ſchenken ließ, ohne darauf zu antworten. Herr Wacker, der unermüdliche Redner, erwiderte alſo die Verſe, welche Fräulein Apollonia Graf deklamirt hatte, mit einer dankenden Anſprache, worin ſehr viel von Beſchützung des heimathlichen Heerdes, von„Ehret die Frauen, ſie flechten und weben u. ſ. w.“, von deutſcher Tugend und Treue und all' den ſchönen Erbeigen⸗ ſchaften der modernen Germanen die Rede war; natür⸗ lich ſchloß er ſeine Tirade mit einer Aufforderung zu einem dreifachen„donnernden Gut Heil.“— Nach Wacker erſchien eine Deputation auswärtiger Turner und brachte der neugeborenen Lindenheimer Turnfahne das„Pathengeſchenk“, beſtehend in einer geſtickten Fah⸗ nenſchleife, die ſ gfort an den Knauf befeſtigt wurde. Dies konnte natürlich auch nicht geſchehen, ohne daß die Uebergabe von einigen„guten Reden begleitet“ worden wäre, an deren Schluſſe die auswärtigen Tur⸗ ner auf die Lindenheimer Turnbrüder„Gut Heil“ donnerten. Das konnten ſich hinwiederum die Linden⸗ heimer doch nicht ruhig gefallen laſſen;— Herr Wacker, in Wahrheit der„Sprecher“ des Vereins, dankte dem⸗ gemäß in wohlgeſetzter Rede dem gütigen Pathenverein für ſein Angebinde, wobei wieder„Gut Heil“ gedonnert wurde, eine Donnerei, welche die guten Turnbrüder aller Vereine ſo confus machte, daß ſie blindlings mit
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