Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
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durch ein, der Graͤfin geleiſtetes, reuevolles Bekenntniß wieder gut gemacht. Doch ein furchtbarer Eid, den ſie in die Hand ihres Gatten niedergelegt, vielleicht auch muͤtterliche Eitelkeit, ihren eigenen Sohn als Grafen im Beſitz großer Reichthuͤmer zu ſehen, ferner die Furcht, Simons Rache gegen ſich ſelbſt zu erwecken, hatte ſie bisher abgehalten, dies Bekenntniß zu thun. Doch ſchon am Aller⸗ heiligentage, nachdem ſie ſchaudernd ihres Mannes Mordthat am Grafen, welche er ihr ſo viele Jahre lang verheimlicht, erfahren, faßte ſie den Plan, ohne weitere Ruͤckſichten nach Erfurt zu gehen, dort dem Pater Jo⸗ hannes nochmals zu beichten und ihn zu er⸗ ſuchen, ſie ſelbſt nach Guͤldenau zu begleiten, um Zeuge ihres Bekenntniſſes zu ſeyn. Nach dem Tode ihres Sohnes fuͤhrte ſie ohne Ver⸗ zug dieſen Entſchluß aus, und Pater Jo⸗ hannes war ſogleich bereit, ſie zur Graͤfin zu begleiten. Zu den Fuͤßen ihrer Herrin hat⸗ te ſie nun reuevoll bekannt und fuͤgte noch hinzu:»Erinnern Sie ſich nicht eines Mäls, gnaͤdige Graͤfin, welches Ihr Sohn in Ge⸗