das Schloß dicht vor mir erblicken, und ſo taumelte ich, noch immer irren Sinnes, hin⸗ ein. Aber der Allbarmherzige, der ſeine Gna⸗
de auch an Unwuͤrdige verſchenkt, hat mir
meine Vernunft wiedergegeben, auf daß ich zur Erkenntniß und Reue uͤber meine Untha⸗ ten noch vor meinem Ende gelange.— Ich
kann wieder denken, ich beſinne mich auf Alles,
und weiß recht gut, was ich ſpreche. Ver⸗ trauen Sie meiner Ausſage, denn die letzte ſchreckensvolle That, die mich zum Moͤrder meines eignen Kindes machte, hat mein Herz zur Reue gewaltſam hingelenkt, und durch mein aufrichtiges Bekenntniß will ich, ſo viel noch moͤglich, an der Graͤfin gut zu machen ſuchen, was ich fruͤher, aus Rachſucht, Boͤ⸗ ſes an ihr veruͤbte.— Meine Richter moͤgen
uͤber mich verfuͤgen nach Recht und Billig⸗
keit; ich will nicht klagen, nicht murren, ſoll ich auch die haͤrteſte Strafe erdulden, die nur der Menſch erſinnen kann; aber Golt moͤge meiner Seele gnaͤdig ſeyn— darum will ich ihn bitten, bis zu meinem letzten Gange!« Pe.


