ich ihn noch laͤnger harren ließe, moͤchte es ihn erbittern.«
Von der innigſten Dankbarkeit durchdrun⸗ gen, kuͤßte Emma die Hand der muͤtterlichen Freundin, eilte zum Schloßwaͤchter, und bat dringend, den Befehl der Graͤfin an dem Gefangenen ſogleich zu vollziehen.
7.
Der Abend des Tages, an welchem das Leichenbegaͤngniß gehalten werden ſollte, war hereingebrochen, und rings war der ganze Schloßhof mit Fackeln hell erleuchtet. Aus den Dorfſchaften, welche zur Grafſchaft ge⸗ hoͤrten, hatten ſich die Beamten, Bauern und Frohnleute eingefunden, dem Begraͤbniſſe des jungen Grafen beizuwohnen. Wenzel von Guͤldenau aber hatte Freunde und Bekannte aus der umliegenden Gegend eingeladen, um das Trauerfeſt mit einem ſchwelgeriſchen Gaſt⸗ mahle zu beſchließen. Die Graͤfin trauerte


