Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
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ſtill im einſamen Gemache, und Emma ſuch⸗ te durch kindliche Worte des Troſtes ihren Schmerz zu lindern. Der koſtbar verzierte Sarg war ſchon aufgebahrt, doch war der Dceckel noch nicht feſtgeſchraubt, weil man glaubte, die Graͤfin wuͤrde den Verblichenen noch ein Mal zu ſehen verlangen, ehe er in der Ahnengruft beigeſetzt wuͤrde, und die Traͤ⸗ ger, welche ihn dorthin bringen ſollten, harr⸗ ten ſchon auf des Haushofmeiſters Wink, ihr

Amt zu verwalten. Die Graͤfin wankte ſchon

in ihren Trauerkleidern, von Emma unterſtuͤtzt,

die Stiegen herab, welche aus ihren Zimmern

nach dem Schloßhofe fuͤhrten; ſie wollte ſelbſt die Ueberreſte ihres Sohnes zur Ruheſtatt ge⸗ leiten, und den ſchwarzen Schleier, der ihr Antlitz verhuͤllte, mit ihren Thraͤnen befeuch⸗ tend, ſchritt ſie langſam nach dem Sarge hin. Tiefes Schweigen herrſchte rings umher. Faſt 4 alle Blicke der zahlreichen Leichenbegleiter, wel⸗ che entbloͤßten Hauptes um die Bahre ſtanden, waren auf die trauernde, edle Frau gerichtet, welche Gatten und Sohn durch Moͤrderhand verloren— da theilte ſich ploͤtzlich der dichte

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