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»Das will ich von Herzen wuͤnſchen«— ſprach die Graͤfin weinend— denn ich hielt viel auf ihn; er war ein wackrer Juͤng⸗ ling!«
»Graf Wenzel von Guͤldenan bittet um Erlaubniß aufwarten zu duͤrfen—« meldete jetzt, das Geſpraͤch unterbrechend, ein Die⸗ ner, und wie bei einer unangenehmen Ueber⸗ raſchung fuhr die Graͤfin bei dem Namen des Grafen zuſammen. Doch bald erwiederte ſie gefaßt:»Ich bitte nur um einige Minu⸗ ten Geduld— ich will mich ſammeln, ihn wuͤrdig zu empfangen!« Und als ſie ſich wie⸗ der allein befand mit Emma, ſchloß ſie dieſe weinend in ihre Arme und fuhr fort:»Der Graf Wenzel von Guͤldenau iſt meines ver⸗ ſtorbenen Gemahls Bruder, der ſich, einige Stunden weit von hier, in Coͤlleda aufhaͤlt. Durch den Tod meines Sohnes bin ich, nach teſtamenziriſcher Verordnung, dieſer Grafſchaft verluſtig geworden und Wenzel nimmt davon Beſitz. Er iſt ein Wuͤſtling, der ſein Ver⸗ moͤgen ſchon laͤngſt in wildem Leben durchge⸗ bracht, und meine Trauer, meine Klagen


