Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
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AMAAAMN thut mir wahrlich leid, daß Du Deines un⸗ bequemen Sitzes ſo bald uͤberhoben wurdeſt;

waͤr's nach mir gegangen, haͤtteſt Du wenig⸗

ſtens vier und zwanzig Stunden lang dort oben hungern ſollen. Fuͤr Dein unverſchaͤm⸗ tes Lauſchen war's der Strafe noch zu we⸗ nig.& 3 unch Empoͤrt, doch gewaltſam ſeine Aufwallung niederkaͤmpfend, erwiederte Otto:»Sie irren ſehr, Herr Graf, wenn Sie glauben, daß ich dies Wageſtuͤck unternommen, um am Fenſter des Fraͤuleins zu lauſchen. Der Ge⸗ danke ſchon empoͤrt mich, an ihr einen ſol⸗ chen Frevel zu begehen, an ihr, die durch Geburt und Tugend weit uͤber mich erhaben iſt. Sie liebt die Blumen uͤber Alles— zwei Nachtigallen hatt' ich laͤngſt fuͤr ſie ge⸗ pflegt und— dieſe kleinen Geſchenke, die nicht des Dankes werth, ihr ins Geheim zu⸗ kommen zu laſſen, damit der arme Geber ſich oͤffentlich ſeiner geringen Gabe nicht zu ſchaͤ⸗ men brauche, das war meine Abſicht, die mich zu ſolchem Wagniß verleiten konnte, ſonſt nichts, Herr Graf!«.