Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
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„Sie bedarf Deiner Gaben uͤberhaupt nicht!« erwiederte Rudolph hart, vund ich verbitte mir in ihrem Namen uͤberhaupt der⸗ gleichen Annaͤherungen, in welcher Abſicht ſie auch geſchehen moͤgen, denn wiſſe: ich habe ein Recht dazu— Fraͤulein Emma iſt meine Braut!— Uebrigens danke es meiner Lang⸗ muth, daß ich Dich zudringlichen Narren, als ich Dir die Leiter wegzog, nicht gleich ſelbſt mit herabſtuͤrzte!«

Otto's Antlitz faͤrbte der auflodernde Zorn hochroth und feuriger flammte ſein Auge; doch noch ein Mal unterdruͤckte er die heftige Bewegung und ſprach:»Alſo Sie ſelbſt zogen mir die Leiter weg und bereiteten mir die Todesgefahr? Danken Sie es der unerſchoͤpf⸗ lichen Gnade, welche Ihre Frau Mutter mir ſeit meiner Kindheit angedeihen ließ, wenn ich Ihnen dies nie entgelten laſſe!«

»Elender Bube!« ſchrie der Graf, gereizt auf Otto losgehend; doch einige Dienſtleute riſſen dieſen gewaltſam mit ſich fort und Ru⸗ dolph ging fluchend und tobend nach ſeinem Zimmer.