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in den Schloßhof zu folgen belieben, werden Sie Gelegenheit finden, recht herzlich zu la⸗ chen; auch Emma, denk' ich, wird ihre duͤſt⸗ re Laune bald vergeſſen beim Anblicke des in der Luft baumelnden, heimlichen Anbe⸗ ters.
/Um Gotteswillen! was ſoll das heißen?« rief Emma erſchrocken, ſich vom Stuhle er⸗ hebend; doch die Graͤfin warf einen finſtern Blick auf ihren Sohn, ergriff ihre Hand und ging ſchweigend mit ihr nach dem Schloßhofe. Mit heimlicher Schadenfreude folgte Rudolph in einiger Entfernung.
Im Schloßhofe aber waren unter einem Fenſter im zweiten Stockwerke, welches von Emma's Schlafgemache ausging, Arbeiter und Dienſtleute verſammelt, welche mit neugierigen Blicken, unter aͤngſtlichem Gefluͤ⸗ ſter, hinaufſchaueten nach dem Geſims, wel⸗ ches ungefaͤhr vier Schuh unter dem Fenſter, hervorſpringend und mit alterthuͤmlichen Zier⸗ rathen verſehen, angebracht war. Das Fen⸗ ſter ſelbſt war von innen verſchloſſen und mit dichten Gardinen verhaͤngt, von außen mit


