Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
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251 AAVNAN

Blumenguirlanden und den ſchoͤnſten Treib⸗ hausblumen geſchmuͤckt, zwei geſchmackvoll gearbeitete Kaͤſiche, in jedem eine Nachtigall, waren zu beiden Seiten aufgehangen, doch ſchien das Ganze noch unvollendet und in groͤßter Eile geordnet. Mit Schrecken aber gewahrten die Untenſtehenden einen Menſchen an dem Geſimſe haͤngend, der ſich, bleich und zaͤhnknirſchend, mit beiden Haͤnden am Zierrath feſtklammerte und in augenſcheinlicher Todesgefahr ſchwebte, die mit jedem Augen⸗ blicke zu ſteigen ſchien, weil das immer hef⸗ tiger werdende Zittern des Huͤlfloſen das Sin⸗ ken ſeiner Kraͤfte verrieth, deren er ſo noth⸗ wendig bedurfte, um dem lebensgefaͤhrlichen Sturze in die Tiefe zu entgehen. Schon drang das Blut unter den Naͤgeln ſeiner Fin⸗ ger hervor, immer bleicher wurden Wange und Stirn, Todesangſt ſprach ſich aus in allen ſeinen Zuͤgen und doch drang kein Laut uͤber ſeine Lippen.

Die Untenſtehenden, obgleich von Angſt und Mitleiden durchdrungen, blieben doch ſtumm und unthaͤtig, denn der harte Beſehl