Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
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AAAMAMN

kelſpiel in der Sylveſternacht, wo Du ihr mein Bild zeigteſt, als ſie ihren Braͤutigam zu ſehen verlangte? Haſt Du nicht mein Herz umſtrickt mit Deiner Kunſt, daß ich Dir willenlos mein Wort gab?« Doch giftig und mit lauernden Blicken entgegnete die Alte ihm:»Ei, ei! wie klug! Du waͤlzeſt mir die Schuld zu meiner Kunſt? Was glaubſt Du denn, was ich fuͤr Kuͤnſte treibe? Mein Gret⸗ chen liebte Dich, ſie war ſo fromm und ſchoͤn, wie Du ein Braͤutchen Dir nur wuͤnſchen konnteſt; das reizte Dich, das hatte Dein Herz umſtrickt. Doch nur auf kurze Zeit. Dein leicht bewegliches Gemuͤth fand bald Marien auch fromm und ſchoͤn, ja ſchoͤner noch vielleicht als mein Taͤubchen, das in der Todesſtunde mich noch bat: ich moͤchte ihr den Brautkranz flechten, denn ſie wolle noch im Tode als Deine Braut zum Himmel eingehn. Sie reichte mir das blanke, ſilberne Meſſerchen, das Du ihr vor zwei Jahren ſchenkteſt am Kirchweihfeſt, damit ſollt ich das Kraͤnzchen ſchneiden vom