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„Du haſt ſie gemordet! Du, treuloſer Bu⸗ be! Ihre brennend heiße Liebe zu Dir hat ihr Leben endlich aufgezehrt. Wer hieß Dich wie ein Narr mit ihrem Herzen ſpielen? Warum verſprachſt Du mir, mein Enkelchen ins Brautgemach zu fuͤhren, und ließt ſie ſiz⸗ zen mit dem bangen Liebesgram um Dich, und haſt mit einer Andern Dich verlobt? Das war das Meſſer, das Du ihr ins Herz geſtoßen; ſie konnte nicht mehr leben mit der tiefen Wunde— ſeit jenem Augenblicke, in dem Du mit Marien Dich verlobteſt, ſing ſie an zu ſterben, und der Tod, um ſich an ihrer Qual zu weiden, druͤckte ſo recht langſam und doch taͤglich immer mehr das kranke Herz mit ſeiner Knochenhand zuſam⸗ men, bis der letzte Tropfen Blut herausge⸗ preßt, bis es nun, kalt gewuͤrgt, ſich nim⸗ mer regte.&
„Und war es meine Schuld, daß ich die Liebe Deiner Enkelin nicht erwiedern konn⸗ te?« erwiederte Franz, furchtſam und ver⸗ legen, mit unſicherer Stimme.„»Haſt Du nicht dieſe Liebe angefacht durch Dein Gau⸗


