Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1829)
Entstehung
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304 MGVNUANANN ien zu fordern, da er die Ehre ſeiner Braut, nachdem ſie ſeine ſchaͤndlichen Antraͤge zuruͤck⸗ gewieſen, oͤffentlich beſchimpft. Er bat mich, ihm in dieſer Ehrenſache als Secundant bei⸗ zuſtehen, und ich ſagte zu. Schon am an⸗ dern Nachmittage fand das Duell ſtatt. Auf ein Commandowort ſchoſſen beide zugleich: der Graf ſank mit zerſchmettertem Arme ohnmaͤch⸗ tig an meine Bruſt, ſein Gegner, durch ei⸗ ne Kugel in den Unterleib toͤdtlich verwan⸗ det, ſtuͤrzte zu Boden. Mein Freund, als Ausforderer, mußte fliehen, ich als ſein

Secundant mit ihm. Das Landgut meines

Oheims lag unfern vom Kampfplatze, und dorthin ließ ich im bereitſtehenden Wagen den verwundeten Grafen bringen, entdeckte mei⸗ nem Oheim die gefaͤhrliche Lage, worin wir uns beide befanden, und ſeine nachſichtsvolle Guͤte fand bald Mittel, uns in Sicherheit zu bringen. Nachdem mein Freund vorlaͤu⸗ fig nur einen leichten Verband erhalten hat⸗ te, flohen wir weiter, erreichten noch vor Mitternacht die Grenze, und kamen gluͤcklich in Fichtenhain an. Hier war ich gaͤnzlich