305 AN unbekannt, und ein Schreiben meines Oheims, welches ich bei mir trug, hatte ſeinen al⸗ ten, treuen Verwalter mit der Gefahr, in welcher wir ſchwebten, ſo viel es nothwen⸗ dig, bekannt gemacht. Ein verborgenes Zim⸗ mer nahm den Grafen auf; der Verwalter und ich waren ſeine Krankenwaͤrter, ein verſchlagner Wundarzt wurde durch Geld ge⸗ wonnen, und ſo beſchloſſen wir, bis zu meines Freundes Wiederherſtellung dort ver⸗ borgen zu bleiben. Da ich bei den Leuten
im Schloſſe fuͤr einen Verwandten des Ver⸗
walters galt, auch, wie mir berichtet wur⸗ de, unſre Feinde die Spur unſers Aufent⸗ haltes nicht ahneten, ſo wagte ich's, in ſchlichter Jaͤgerkleidung zuweilen im Forſte herumzuſtreifen, wozu mich ſpaͤter, nach⸗ dem ich Ihre Fraͤulein Tochter zum erſten Male dort erblickt, ein unwiderſtehlicher Drang meines Herzens oͤfter verleitete. Da geſchah es denn auch, daß ich in blinder Ueber⸗ eilung, um Philippinen meine Sicherheit als Schuͤtze zu beweiſen, woran ſie ſpot⸗ tend zweifelte, ein Wild in Ihrem Forſte II. 20
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