Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1829)
Entstehung
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und ein freudiger Schreck durchbebte ſeine Glie⸗ der. 3

Da trat der Meiſter wieder ins Bumurer ſprach mit freundlichen Blicken und in gemuͤthlicher Lau⸗ ne zum Harrenden:meine Frau hat fuͤrs Fruͤh⸗ ſtuͤck geſorgt, da habt Ihr auch ein Mittags⸗ brod und druͤckte ihm dabei mit ſelbſtzufried⸗ nem Laͤcheln eine friſche, blutende Kalbsleber in die Hand.

Mit ſtummer Verbeugung dankte der Be⸗ ſchenkte tiefgeruͤhrt. Sein rechtes Auge blitzte freudig auf das ihm ſo ſeltene Gericht, doch das linke ſenkte ſich wehmuͤthig hinab auf die großen Blutflecken, die ſich auf ſeinen gelben Nankin⸗ beinkleidern zeigten; aber gefaßt reichte er endlich dem biedern Scholle die blutige Hand und ſchied, Worte ſindend fuͤr ſein Dankgefuͤhl, und begab ſich eiligen Schrittes nach Hauſe. Der Fleiſchermeiſter hatte ſich indeſſen gemaͤch⸗ lich in ſeinen Lehnſeſſel niedergelaſſen, und ſeine Gattin ſtand vor ihm mit freundlicher Miene, in ſeinen Augen forſchend, ob er ſich jetzt, im Zuſtande

7 der Nuhe, bequemen werde, ihre Freude uͤber die

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