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Die Nachricht vom Leben der Apothe⸗ kerswittwe, vom Wiederfinden ihres Bruders und von der Ankunft ihres Sohnes, hatte ſich ſchnell im ganzen Staͤdtchen verbreitet; unvermuthet trat jetzt auch Hellworth ins Zimmer und wahre Freude ſprach aus ſeinen Mienen.
„Koͤnnen Sie mir verzeihen, wackere Frau“— hub er an, ihr freundlich die Hand bietend—„daß ich den ſeltſamen Sagen von ihrem Tode Glauben beimaß, daß ich am vergangenen Abende Ihren Anton unvaͤterlich von mir gewieſen?— Von dieſem Augenblicke an iſt der Ver⸗
walter Haͤſſig nicht mehr in meinen Dienſten,
denn ich habe ſeine Verlaͤumdungen erkannt, durch welche er den braven Jungen aus mei⸗ nem Herzen zu verdraͤngen ſich bemuͤhte. Er wollte mich uͤberzeugen, daß Antons Liebe zu meiner Tochter nur Maske ſey, daß eine unedle, habgierige Nebenabſicht ſein Herz er⸗
fuͤlle; doch er hat ſeinen Edelmuth genugſam
bewaͤhrt durch die Rettung meiner Tocher aus der Gewalt des frechen Buben, als ich


