eben im Begriff war, ſein Lager zu verlaſ⸗ ſen, und mit der Linken zog ſie ihren Sohn haſtig mit ſich fort zur Hoͤhle.„Gott iſt barmherzig!“ rief ſie laut—„am Rande meines Grabes hat er meinen heißen Wunſch gewaͤhrt.— Ausgeſtoßen aus dem Kreiſe der Menſchen, ſandte er mir, der Verlaſ⸗ ſenen, den laͤngſterſehnten Bruder mit einem Herzen voll treuer Liebe.“
Ein neues frendiges Erſtaunen feſſelte An⸗ tons Zunge; er knieete am Lager nieder und bedeckte mit heißen Kuͤſſen die Hand des Hauptmanns, der ihn, ohne ſeine Schmer⸗ zen zu achten, feſt in ſeine Arme ſchloß.
So ſaßen die drei Gluͤcklichen zuſammen auf hartem Boden, Arm in Arm geſchlun⸗ gen, Hand in Hand— Thraͤnen verdun⸗ kelten ihre Augen, nur einzelne Worte ver⸗ kuͤndeten die Stimmung ihrer Herzen, und die Empfindung der reinſten Freude ſchuf ih⸗ nen die traurige, wuͤſte Einoͤde zur paradie⸗ ſiſchen Gegend. 3
»Wohl ſollte ich zuͤrnen“— hub die Mutter wieder an, zu ihrem Sohne gewen⸗


