gen, die ſo oft und freundlich mir entge⸗ genlaͤchelten, dieſelben Zuͤge, die treue Mut⸗ terliebe Deinem Antlitz eingepraͤgt, dieſelbe
Hand, die ſorgſam mich als Kind gepflegt,
die troͤſtend finſtre Wolken von des Juͤng⸗ lings Stirn geſtreichelt, wenn duͤſtrer Un⸗ muth mich umfing.“— Er zog ſie feſter an ſeine Bruſt, und ſeine Thraͤnen netzten ihre tiefgefurchten Wangen.. „Hier, abgeſchieden von der Welt— fuhr die Mutter fort—„hatte ich Verzicht geleiſtet auf jede Lebensfreude, aber Gottes Guͤte iſt unermeßlich!— Auch in der Wuͤ⸗ ſte hat ſein Vaterauge uͤber mich gewacht— er ſendete den reichen Himmelsſegen— mei⸗ nen Sohn gab er zuruͤck in meine Arme, und dort— Anton— dorthin wirf Deinen Blick— dort kniee nieder und bete bruͤn⸗ ſtig unſern Schoͤpfer an, der uns auf dunk⸗ lem Pfade troͤſtend einen Lichtſtrahl ſen⸗ det.“ Ihr Auge erglaͤnzte von reiner Freude— mit der rechten Hand zeigte ſie auf den Ver⸗ wundeten, der ſich muͤhſam aufgerichtet und


