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und ſein blutbeſpruͤtztes Haupt laſtete, wie ein Centnergewicht, herabhaͤngend auf Antons Bruſt. Muͤhſam, mit der letzten Anſtrengung aller ſei⸗ ner Kraͤfte, ſchleppte der Belaſtete ſich weiter— da hemmte ploͤtzlich ein jaͤher Felſenabgrund ſei⸗ ne Schritte— er ſtand an der Schreckens⸗ ſchlucht. 1
Kein Bewohner der Umgegend wagte es, bei Nacht die Graͤnzlinien dieſes verrufenen Or⸗ tes zu uͤberſchreiten, und die ſchauerlichſten Sa⸗ gen ſtraͤnbten die Haare des Wanderers empor, wenn er ſich in ſeine Naͤhe wagte. Denn in
fruͤhern Zeiten hatte dieſe Schlucht einer Naͤu⸗ berhorde zum Schlupfwinkel gedient, welche hier, geſchirmt durch ungeheure Felſen, verborg⸗ ne Gaͤnge und Hoͤhlen, die furchtbarſten Graͤuel veruͤbten. Hart am Rande dieſes Abgrundes ſtand Anton mit ſeiner Buͤrde. Kein Gedanke an die geſpenſtiſchen Erzaͤhlungen und Ammen⸗ maͤhrchen von dieſem Schreckensorte keimte in ihm auf, vielmehr ſchien es ihm ein gluͤcklicher Zufall, ſeine Schritte hierher gewendet zu ha⸗ ben, denn in dem ungeheuern Felſengrabe konn⸗ te er den Leichnam am ſiccherſten verbergen.


