Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1829)
Entstehung
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257 Schultern trug, nach dem Walde. Hier ſchlug er einen Seitenpfad ein, und ſtuͤrzte laut keu⸗ chend uͤber Steine und Wurzeln immer vor⸗ waͤrts, durch Verzweiſlung mit Loͤwenkraft er⸗ fuͤllt, von draͤngender Angſt gepeitſcht. Er hoͤr⸗ te Stimmen hinter ſich, rechts und links ein⸗ zelne Flintenſchuͤſſe, er glaubte ſeine That ver⸗ rathen durch die blutige Spur in Roſettens Zimmer, rachgierige Verfolger an ſeine Ferſen geheftet und beim matten Scheine der Bliz⸗ zesflammen ſchien es ihm, als ob die Rieſen⸗ aͤrme hundertjaͤhriger Eichen ihn zu erfaſſen ſtrebten, als ob die hohen grauen Staͤmme, ſei⸗ ne Flucht zu hemmen, drohend ihm entgegen ſchritten, und bemooſte Wurzeln belebt am Bo⸗ den kroͤchen, ſeine Fuͤße zu umſchlingen. Schon brachen ſeine Knie, und jetzt wagte er es zum erſten Male, ruͤckwaͤrts zu blicken. Ein Flin⸗ tenſchuß, kaum zweihundert Schritte hinter ihm, ſteigerte ſeine fuͤrchterliche Angſt bis zum hoͤch⸗ ſten Gipfel; jetzt verſuchte er es, den Leichnam abzuwerfen, doch dieſer ſchien nicht weichen zu wollen von ſeines Traͤgers Schultern, ſeine er⸗ ſtarrten Arme ſchienen feſt ſich anzuklammern 17