Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1829)
Entstehung
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ob in geringer Entfernung ein Menſch ſich be⸗ muͤhe, die Mauer zu uberſteigen, und bald dar⸗ auf ein Geraͤuſch— wie das eines Herabſprin⸗ genden— ſchien ihre Vermuthung zu beſtaͤtigen. Ohne die Fenſter zu ſchließen, eilte ſie erſchrok⸗ ken nach der Thuͤr, um ihr Maͤdchen, welches gewoͤhnlich im Vorzimmer ſchlief, herbeizurufen, doch fand ſie dieſes leer, und indem ſie weiter eilte, um nach der Treppe zu gelangen, welche zu den obern Zimmern ihres Vaters fuͤhrte, fuͤhlte ſie ſich von ſtarken Armen umſchlungen und fortgeriſſen nach ihrem Gemache. Angſt und Schrecken hatten ihr die Sprache geraubt und kaum noch athmend, erblickte ſie ſich hier beim Schein der brennenden Kerze in den Ar⸗ men eines fremden Offiziers, der ſie ſchon meh⸗ rere Tage hindurch, im Verborgenen, vom Gar⸗ ten aus beobachtet und jetzt ihren Aufenthalsort ausgekundſchaftet. Ein neuer Schrecken uͤberſiel ſie, denn der Anblick dieſes Mannes ſchien mehr geeignet Grauen zu erwecken, als ihre Furcht zu zerſtreuen. Dichtes, ſchwarzes Haar bedeckte in wilder Unordnung ſeinen Scheitel, unter den buſchichten Augenbraunen ſchoſſen die