Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1829)
Entstehung
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ohne darauf zu achten, verdoppelte er feine Schritte und kam athemlos auf ſeinem Stuͤb⸗

chen an. Erſchoͤpft warf er ſich hier in einen

Stuhl und fing an, nach und nach ſeine Ge⸗⸗ danken zu ordnen. Alles ſchien ihm nur ein Traum geweſen. Noch konnte er nicht begrei⸗ fen, wie es zuging, daß er in den ſeligſton Augenblicken ſeines Lebens, durch Walburgs ernſten Wink aufgeſchreckt, feig entflohen ſey?. warum er ihm nicht frei und offen Rede ge⸗ ſtanden, wie's dem Maune ziemt? Das Bild Louiſens ſchwebte noch in lebendiger Fuͤlle vor

ſeiner Phantaſie, er bemerkte ihre zaͤrtlich dan⸗

kenden Blicke, die zarte Roͤthe, mit der ſich ihre bleichen Wangen faͤrbten, als ſie ſich von

ſeinen Armen umſchlungen ſah! Sie wieder⸗

ſtrebte nicht, indem er ſeine Lippen— als

wolle er das Gift aus der Wunde ſaugen—

auf ihre Stirn druͤckte; wie? wenn er in die⸗

ſen ſeligen Augenblicken das ſchuͤchterne Ge⸗

ſtaͤndniß ſeiner heißen Liebe gewagt? wenn ſie

— doch, da ſtand auch ploͤtzlich das Bild des

erzuͤrnten Vaters wieder vor ſeiner Seele, und

der liebliche Gedanke ging, wie ein farben⸗ 2