Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

38 NMAANN er fuͤr einen Gartenknecht hielt, klangen ihm wunderſeltſam; da ertoͤnte von Nenem Louiſens huͤlferufende Stimme, er erkannte ſie und machte ſich nun muthig mit ſeinem Taſchen⸗ tuche Bahn zur Lanbe. Der Philoſoph, dem dies Benehmen als ein neuer Frevel an der Freiheit ſeiner Schuͤtzlinge erſchien, hielt ihn zuruͤck; doch ploͤtzlich fuͤhlte er ſich durch einen kraͤftigen Stoß zu Boden geſtreckt, indeß ſich Feldner gluͤcklich durch den wilden Schwarm hindurchgeſchlagen, in der Lanbe das Geſicht der halb ohnmaͤchtigen Loniſe mit ſeinem Tuche. bedeckte und ſie heraustrug, aͤngſtlich forſchend, ob ſie verwundet ſey. Sanft laͤchelnd, mit dankbaren Blicken, druͤckte die Gerettete ſeine Reechte an ihren hochwallenden Buſen, indem ſie mit der Linken unwillkuͤhrlich ihre Stirne bedeckte, und hier erblickte er das Merkmal ei⸗ nes Bienenſtiches. Er hielt die Heißgeliebte zum erſten Male in ſeinen Armen, er fuͤhlte das Klopfen ihrer Pulſe, und ſeiner nicht mehr maͤchtig, druͤckte er die heißen Lippen auf die friſche Wunde; die ganze Welt ſchien ihm entſchwunden— da ſtand ploͤtzlich wie ein Ne⸗*

5