langen. Dies bemerkend, ging der Philoſoph bereitwillig zu ihm, breitete ſaͤmmtliche Spei⸗ ſen, zu freier Auswahl, vor ihm aus und nd⸗ thigte, durch freundliches Zureden, den ungebe⸗ tenen Gaſt zum Genuß, welcher ſich gar bald
erbitten und ſich's trefflich ſchmecken ließ, wo⸗
fuͤr er auch nach beendigter Mahlzeit ſeinen Goͤnner mit treuer Anhaͤnglichkeit auf jedem ſeiner Schritte begleitete.
So wandelleen ſie ſelbander unter den ſchat⸗ tenſpendenden Platanen auf und ab, der Philo⸗ ſoph im tiefen Denken— der Tudeh im Ver⸗ dauen begriffen.—
Die Geſellſchaft im Speiſeſaal hatte ſich laͤngſt in den anſtoßenden Zimmern zerſtrent, als Louiſens immer banger klopfendes Herz
ſie hinaustrieb in die freie Natur. Sie eilte nach dem Garten. Hier mit ſich ſelbſt allein, uͤberdachte ſie die raͤthſelhaften Worte des Va⸗
ters und wagte es jetzt, die tief verborgenen
Gefuͤhle zu deuten, die ſie mit bittern Schmer⸗
zen und ſuͤßer unnennbarer Wonne zugleich er⸗
fuͤllten. Nur ein Weſen wuͤnſchte ſie in dieſer
bangen Stunde ſich nahe, das mit ihr fuͤhlte,


