33 4 3 AWMWAA Hunger ſtillene— erhielt er zur Antwort. Zitternd ſetzte er den Korb zur Erde nieder und trat aͤngſtlich einige Schritte zuruͤck, den ſeltſamen Gaſt mit heimlichem Grauen beobach⸗ tend. Dieſer betrachtete kopſſchuͤttelnd die koſt⸗ baren Speiſen, ſchob ſie veraͤchtlich bei Seite, waͤhlte endlich ein Stuͤck Brod und Honig,
was er im Korbe vorfand und rief dem Die⸗
ner zu:„laß mich allein! Dein jaͤmmerlicher Anblick ſtoͤrt mich im Genuß der Gottesgabe!“ Der Livreetraͤger, dem alles was er ſah, ſo unbegreiflich ſchien, ließ ſich nicht zweimal zum Weggehen auffordern, ſondern eilte vielmehr,
als ob er verſolgt wuͤrde, dem nahen Hauſe zu,
worauf der Philoſoph gemuͤthlich am Baſſin ſich niederließ und zu ſeiner frugalen Mahlzeit klares Waſſer, mit der Hand ſchoͤpfend, genoß. Indeſſen fand ſich ein Pudel des Gaͤrtners in ſei⸗ ner Naͤhe ein, welcher die Leckereien witternd, die noch unangeruͤhrt verdampften, luͤſtern um den Speiſekorb ſchlich und durch freudiges Gebell
ſeine Sehnſucht danach nicht undeutlich zu
verſtehen gab, der aber, an ſtrenge Diseiplin gewoͤhnt, nicht wagte, ohne Erlaubniß zuzu⸗
3


