26 KMADAAAN nachbar, ein alter Buchhalter, mit der ziem⸗ lich barſchen Anrede:„beliebt's, mein Herr le einen Teller Suppe vorhielt. Nach und nach gewann er jedoch wieder ſo viel Faſſung, daß er es wagte die Angen zu erheben und verſtoh⸗ lene Blicke auf Kundſchaft auszuſchicken, wo⸗ durch er gar bald tiefe Zuͤge ſtillen Kummers auf Louiſens Antlitz gewahrte. Was konnte ihr immer heitres Gemuͤth an dieſem, fuͤr ſie ſo erfreulichen, feſtlichen Tage zur Traurigkeit ſtimmen? was bedeuteten die truͤben Wolken auf ihres Vaters Stirn, die jeden Frohſinn von der Tafel verſcheuchten? das waren ihm nnaufloͤsliche Fragen. Doch indem er ſich durch tauſend Vermuthungen bemuͤhte, dieſe fuͤr ihn ſo wichtigen NRaͤthſel zu entziffern, wurde er ploͤtzlich in ſeinen Kalkuͤlen durch ei⸗ nen heftigen Laͤrmen geſtoͤrt, welcher die Straſ⸗ ſe entlang, Walburgs Hauſe immer naͤher zu kommen ſchien. Die uͤbrige Geſellſchaft, groͤß⸗ tentheils zu ſehr beſchaͤftigt, die unzaͤhligen Leckereien, welche die Tafel darbot, naͤher ken⸗ nen zu lernen, achtete wenig darauf; doch al bald darauf ein Bedienter haſtig eintrat, dem
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