Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1829)
Entstehung
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Dir ſchon oft von ihm erzaͤhlt.— Er iſt der reichſte Mann im Lande— es iſt derſelbe, der mich in ſeinem Hanſe liebreich aufnahm, als ich auf einer meiner Reiſen, durch einen Sturz mit dem Pferde, nahe bei ſeinem Land⸗ ſitze den Arm gebrochen. Ohne ſeine ſchnelle Huͤlfe und ſeltne freundſchaftliche Pflege waͤre ich jetzt ein Kruͤppel, ja, vielleicht ſchon laͤngſt nicht mehr am Leben. Beim Abfchiede, nach⸗ dem ich voͤllig wieder hergeſtellt, ſchloſſen wir einen feſten Freundſchaftsbund und gruͤndeten darauf einen Plan zur engern, ewigen Ver⸗ bindung unſrer Familien— doch, davon ein andermal.— Er ſchreibt mir ſo eben, daß ſein Sohn, vielleicht ſchon heute, bei uns ein⸗ treffen wird— Du koͤnnteſt einen Theil von Deines Vaters Schuld bezahlen, doch— laß die Zimmer bereiten!“ brach er ploͤtzlich ab. „Du befiehlſt, mein guͤtiger Vater!“ er⸗ wiederte Louiſe und verließ eilig das Zimmer, ihre Thraͤnen zu verbergen. Sie hatte ihres Vaters Worte wohl verſanden und nun erſt wurden ihr die heimlichen Gefuͤhle klar, die unentraͤthſelt, tief verborgen, noch bis jetzt in