AWMAVAAN
gen der Verheirathung ſeiner Tochter einen geheimen Plan in ſeinem Innern hegte. Loui⸗ ſe, mit ihrem reinen mildthaͤtigen Herzen, frei von Stolz und Hochmuth, achtete den Reich⸗ thum ihres Vaters nur in ſo ſern, als er ihr Gelegenheit gab, die ſuͤße Menſchenpflicht des Wohlthuens auszuuͤben, und war weit entfernt, wenn ſie an eine zukuͤnftige, cheliche Verbin⸗ dung dachte, der Eitelkeit, oder der Sucht nach Gluͤcksguͤtern die wichtige Wahl— Gatten zu uͤberlaſſen. Sie naͤhrte vielmehr i ihrem Herzen beſcheidenere Wuͤnſche und ein geheimes Gefuͤhl, das ſie oft mit unbeſchreibli⸗ cher Wonne erfuͤllte, welches ſie aber nie ſich zu entraͤthſeln und klar auszuſprechen wagte. Bei der uͤberraſchenden Nachricht, daß ihr Vater ſeine Geſchaͤfte niederlegen wolle, kuͤßte ſie ihn freudig bewegt, mit wahrer Herzlichkeit, verhieß ihm von nun an ein neues, gluͤckliches Leben und verſprach ihm, jeden ſeiner kuͤnftigen Lebenstage durch ihre kindliche Zaͤrtlichkeit zu
wuͤrzen und zu beleben. Walburg hatte, zur
Feier ſeines Geburtstages 2 ein ſeſtliches Mahl
bereiten laſſen, mehrere bedeutende Handels⸗
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