6 NWANANN 4 aber hatte eine ganz beſondere Beziehung auf ſeine Verhaͤltniſſe, denn jener Samiel„ den er um Huͤlfe anrief, war keineswegs mit dem wilden Jaͤger in Kind's Freiſchuͤtzen verwandt, ſondern ein alter reicher Oheim, der in einer der vorzuͤglichſten, deutſchen Seeſtaͤdte lebte, ſich aber ganz und gar nicht um ſeinen Neffen, den Candidaten, bekuͤmmerte.— 3
Feldners Mutter war ſeine leibliche Schwe⸗ ſter geweſen, wurde aber ſchon bei ihren Le⸗ benszeiten von ihm als todt betrachtet, da ſie wider ſeinen und ihres Vaters Willen einen armen Landprediger geheirathet, weshalb ſie auch enterbt wurde und der Theil ihres Ver⸗ moͤgens dem Samiel zufiel. Wenn nun die gute Mutter ihrem Sohne, als er ſich noch auf der Stadiſchule befand, ihre ſauererſpar⸗ ten Nothpfennige ſchickte, ſo troͤſtete ſie ihn zu Ende des Briefes gewoͤhnlich mit der Hoff⸗ nung auf eine Verſoͤhnung mit ihrem Bruder,
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welcher gewiß wenigſtens ein Theil ihres Ver⸗
moͤgens folgen wuͤrde, und verſprach ihn dann fuͤrſtlich herauszuputzen und mit einer praͤchti⸗ gen Bibliothek zu verſehen. Doch leider ſtarb


