Teil eines Werkes 
3. Theil (1834)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

211

Sie ruhen ſanft im kühlen Felſengmnlel Friede ſey mit ihnen!

Friede ſey mit ihnen! wiederholte In⸗ giald, feuchten Auges gen Himmel blickend. Herr ich verſtehe Deinen Wink! Dank Dir, Allguͤtiger! 2 Du haſt mir meine Bußezeit gekürzt, da Du die Leiden meiner Söhne haſt geendet. Gelobt ſeyſt Du! gelobt ſey Jeſus Chriſt!

Beide beteten andächtig, knieend auf den Felſentrümmern. Dann erhob ſich. Anaſta⸗ ſius, ergriff des Greiſes Hand und ſprach: Noch eine Prüfung hat der Herr Dir zuge⸗ dacht. Gedenke daß Du Chriſti Glauben wie⸗ der feſt im Herzen trägſt, der ſeinen Feinden ſelbſt am Kreuz vergab.

Befremdet über dieſe Rede, ließ Ingiald, in geſpannter Erwartung ſich nach der Felſen⸗ ſpalte führen und fand hier, gebettet auf har⸗ tem Steine, die Leidende, deren röchelnde Athemzüge und der ſchon halbgebrochene Blick, nahe Auflöſung zu verkuͤnden ſchienen.

14*