Teil eines Werkes 
3. Theil (1834)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

worden, ſchiebe dreiſt mir in's Gewiſſen. Ich

ſage Dir, Skulda, meine Geduld iſt zu En⸗

de. Monden lang habe ich geſeufzt und mich gewunden vor der Dirne wie ein Wurm; des Jammerns bin ich überdruͤſſig, ſie ſoll ſich mit Gewalt nun meinem Willen fügen!

Mit Gewalt? hi! hil hi! lachte grin⸗ ſend die Alte.Denk doch daran, Närr⸗ chen, wie im vergangenen Monde die Wet⸗ terhexe Dich erwürgen wollte mit dem Zauber⸗ ſeile; da Du ſie zärtlich damit zu feſſeln dach⸗ teſt und zu überwältigen. Hörte ich nicht vor der Thür Dein Hülfsgeſchrei, ſie hätte Dir die Kehle zugeſchnürt mit leichter Mühe.

Schweig, alte Unke! erwiederte der Kna⸗ be noch zorniger.Das verdammte Seil! Daß ich auch thun mußte wie der weißköpfige Hexenmeiſter mir rieth; vielleicht wäre ich auf andre Weiſe längſt zum Ziele gelangt.

Ei, ei, Söhnlein! läſtre mir den weiſen In⸗ giald nicht! entgegnete Skulda, ihn ſchmei⸗ chelnd beſänftigend.Iſt nicht die ganze Gegend voll von ſeinem Lobe und Manchem hat er ſchon mit ſeinem Nathe geholfen. Auch rieth er Dir