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wachſen, ſeit Du Deinen erſten Trunk aus meiner Bruſt genommen. Aber auch die Dirne thut mir leid, ſie welkt von Tage zu Tage, wie der Baldrian* auf dem Felde, in der
Sonnenhitze, ohne Regen und Thau; und
wie zarte Schneeflocken, nicht wie Morgenrö⸗ the ſchimmert's jetzt auf ihren Wangen. Wie ein zweiſchneidig Meſſer fährt mir's in die Bruſt, wenn ſie mich fragt nach dem Vater, nach der Mutter und mich dann bittet, recht wie ein frommes Kind, mit naſſen Augen und gerungenen Händen, Dich doch zu bewegen, daß Du ſie frei laſſen ſollſt und heimgehen nach ihrer Hütte. Ach, da bereute ich's oft ſchon, daß ich Dir die Hand geboten bei dem böſen Handel!“
„Bereue andre Sünden, die allein auf Deiner Seele laſten!“ herrſchte ihr der Knabe zornig zu. Was an dem Mädchen gefrevelt
* Baldrian, mit der weißen Blume, wird haͤufig in Schweden gefunden und erhielt dort ſeinen Namen zu Ehren des heidniſchen Gottes Balder, den man ſich jugendlich ſchon, unſchuldig und weiß wie
die Lilie dachte.


