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neten Lippen und wendete ſich ängſtlich zum Fenſter, dem Eintretenden den Ruͤcken kehrend. Nicheſſa aber ging ihm freundlich entgegen, bot ihm freimuͤthig ihre Rechte zum Morgen⸗ gruſſe und zog ihn von der Thür hinweg, wo er betroffen ſtehen geblieben, der Mutter nä⸗ her, deren unfreundlicher Empfang ihn zurück⸗ zuſcheuchen ſchien.
„Mein guter Gott!“ begann endlich Ri⸗ cheſſa, ihn wehmüthig betrachtend und die Hände wie erſtaunt zuſammenſchlagend.„Iſt das der kräftige Jüngling, der vor zwei Jah⸗ ren uns verließ in voller Jugendfriſche? Iſt das mein Tyſte, der Geſpiele meiner Kind⸗ heit, der ſchon als Knabe von acht Jahren Braut und Bräntigam mit mir geſpielt? Zum erſten Male ſeh' ich Dich erſt jetzt beim hel⸗ len Sonnenlichte; im finſtern Thurmgemache wo Ihr hauſt ſeit jener Nacht, die Euch in unſer Schloß geführt, da ſiel mir kaum die Bläſſe Deines Angeſichts ins Auge, doch hier — im hellen Sonnenſcheine— ſchrecklich haſt Du Dich verändert, guter Tyſte!“
„Er trägt den Stempel ſeiner Schuld in


