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nes hochſeligen Herrn Gemahls die Stütze meines Alters verloren? Wie ſoll ich Andre
ſchirmen? bin ich doch ſelbſt rathlos und ver⸗
laſſen!“ „Die Mauern unſrer Burg ſind feſt; wir zählen hundert Söldner in der Burg und drei⸗
ßig Vaſallen ſtehen zu Euch auf den leiſeſten
Wink!“ ſprach Richeſſa muthig.„Ich ſollte meinen, dies ſey genug um drei Unglückliche zu ſchützen, die Eure übergroße Vorſicht noch dazu im entfernteſten Winkel unſres Schloſ⸗ ſes verbarg. Die Wittwe eines Mannes, wie mein Vater war, hat Macht genug im Lande, mit ihrem Worte den Verfolgten Schutz zu ſichern; ihres Armes bedarf es nicht einmal.“
„Leichtfertiges Kind!“ eiferte die Mut⸗ ter aufs Neue;„ſtets iſt Dein Blick nach Außen nur gerichtet, ja, draußen ſuchſt Du nur den Feind, wo ſich bis jetzt noch keiner ſehen ließ; den Feind im Innern, der leider Dir ſchon groß und mächtig wurde in Deiner Bruſt, den ſiehſt Du nicht. Kann ich mit meinem Worte auch gegen mein Gewiſſen mich
wohl ſichern, wenn's mir zuruft Tag und
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