Teil eines Werkes 
2. Theil (1834)
Entstehung
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Nachts, da tritt der böſe Feind zu mir, ich höre ſeine gleisneriſchen Worte, die mich ver⸗ locken ſollen von dem rechten Pfade, die Ruhe, der Frieden meines Alters ſind dahin! Ich trage es nicht mehr, ſie müſſen fort, die Ab⸗ trünnigen, fort, heute noch!

Und das gerade wäre wohl der Sünden ſchwerſte, die Du begehen könnteſt, Mütter⸗ chen, erwiederte Richeſſa eifrig,wollteſt Du die Heimathloſen, die Verfolgten hinausſtoßen aus der ſichern Burg, die ihnen Obdach, Schutz und Nahrung bietet. Denkſt Du nicht mehr an meines wackern Vaters Wahlſpruch: der Starke ſey des Schwachen Arm und Schild, der Tu⸗ gendhafte des Gefallenen Freund und Bru⸗ der! Denkſt Du nicht mehr daran, wie un⸗ ſere Burg eine Freiſtatt war fuͤr die Verfolg⸗ ten, wie der edle Vater ſelbſt Verbrecher ſchütz⸗ te, hatte er ihnen einmal Gaſtfreundſchaft ge⸗ lobt?

Dein Vater war ein ſtarker Mann an Geiſt und Leibeskräften; verſetzte die Alte zaghaft,ich aber bin ein ſchwaches Weib

und habe ich ſelbſt nicht durch den Tod mei⸗