gen die beiden hochverrätheriſchen Biſchöffe, gab Gelegenheit dem Volke zu zeigen, daß geiſtliche Würde nicht gegen die ſtrenge Ahn⸗ dung der Geſetze ſchützen dürfe, und indem er dieſe Verbrecher, ohne Rückſicht auf ihren Stand nach Recht und Gerechtigkeit richten ließ, glaub⸗ te er den Heiligenſchein zu vernichten, den die Prieſter ſich angeeignet und den ſie bisher als Schild gebraucht, gegen jede Verletzung ihrer Perſon. Doch da Guſtav ſelbſt in Verfolgung ſeiner eifrigſten Pläne eine weiſe Mäßigung zu beobachten wußte, gab er den Vorſtellun⸗ gen ſeiner Räthe Gehör, welche die aufs äu⸗ ßerſte geſtiegene Wuth der katholiſchen Parthei fürchteten, wenn man auch Sunnanwäder auf dieſelbe Weiſe wie ſeinen Gefährten in Stockholm verurtheilen wolle und ließ den Be⸗ klagten nach Upſala führen, wohin er ihm ſelbſt folgte. Hier ſetzte er ein gemiſchtes Gericht gegen ihn nieder, aus Reichsräthen und Geiſt⸗
lichen beſtehend, wobei der Monarch ſelbſt Klag⸗ führer war. Biſchöffe und weltliche Richter erſchienen nun zugleich im Tribunal, allein
die Erſteren proteſtirten öffentlich: daß ihre 1 1 7* 1


