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laſſe den hochwürdigen Prior bitten, mir auf
kurze Zeit in wichtiger Sache ſein Ohr zu.
leihen.“
Der Diener eilte ins nahe Kloſter, und
der Reichsmarſchall blieb allein zurück, er⸗ ſchöpft in einen Seſſel ſinkend, wie in tiefes Sinnen verloren vor ſich hinſtarrend, und ſchien es nicht zu bemerken, als der verlangte Prior nach einiger Zeit leiſe zu ihm eintrat. Dem lauten Gruſſe des Prieſters gelang es erſt, ihn emporzuſchrecken aus ſeinem finſtern Hinbrü⸗ ten, und vom Seſſel aufſpringend ging er ihm haſtig entgegen, mit leichter Verbeugung und vertraulicher Geberde.
Der Prior, ein Greis ſchon, doch mit glü⸗ henden Augen, welche oft tückiſch unter den buſchigten Brauen hervorblitzten, und mit ei⸗ nem Antlitze voll der lebhafteſten Züge wilder Leidenſchaften, verneigte ſich nochmals vor dem hohen Gönner, deſſen Schutz ſchon oftmals ſein Kloſter geſchirmt hatte im Sturme des Glau⸗ bensſtreites und nahm dann mit lauernden Blicken und in Erwartung wichtiger Mitthei⸗ lungen, den ihm gebotenen Seſſel ein.


